Rückblick Stammtisch Dezember 2009

Letzte Woche trafen wir uns wieder in gemütlicher runde, um nicht nur über unser Hobby Terraristik zu fachsimpeln.

Diesmal durften wir sogar die Kegelbahn in unserer Stammgaststätte gratis mitbenutzen, was auch viele taten.

Ralf unser Stammtisch-Häuptling hat zur Gründung des neuen www.reptilien-fachforum.de von Ingo und Basti ein großes Präsent bekommen. Inhalt war die gesamte Kollektion von Hello Kitty Fanartikeln.

Aber bilder sagen ja mehr als Tausend Worte:

Avatar – Aufbruch nach Pandora

© 2009 Twentieth Century Fox
© 2009 Twentieth Century Fox

Ich glaube, es dürfte der beste Film gewesen sein, den ich je gesehen habe… Und da sich dieser Film auf den Umgang der Menschen mit der Natur bezieht schreibe ich über ihn meine Interpretation auf meinem Terraristik Blog, denn die Terraristik ist für mich so etwas wie eine Hommage an unsere schon fast verlorene Natur.

Trailer…

Dieser Film hat mich wirklich bewegt, was sonst nur durch mittelschwere Schicksalsschläge möglich ist. Eine Story geformt aus dem Dilemma, wie wir Menschen mit unserer „Mutter“, dieser Erde umgehen, gepackt in einen Film, der es wiederspiegelt, wie man sich doch eigentlich als „denkender Mensch“ in einer Gesellschaft fühlt, die den eigenen Planeten tötet.

© 2009 Twentieth Century Fox
© 2009 Twentieth Century Fox

Der neue Kinostreifen „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ handelt von einem Volk, den Na’vi, die auf einem fernen Planeten namens Pandora in absolutem Einklang mit ihrer Natur leben. Ein Ex-Marine wird dort als Avatar (in einem geklonten Körper, der den Na’vi ähnlich ist) eingeschleust um die Sitten und Bräuche des Stammes zu erlernen. Der Zuschauer kann sich sehr schnell mit den Taten und Gefühlen des Kriegers identifizieren – zumindest war dies bei mir der Fall. Der Ex-Marine weiß von Anfang an, das er dort nur eingesetzt wurde, um die Schwachstellen der Na’vi herauszufinden, welche die Menschen letztendlich nutzen wollen um bei einer Ausbeutung des Planeten keinen Wiederstand zu haben.

Der Ex-Marine im Körper seines Avatars durchläuft die komplette Schule der Na’vi um schlieslich ein akzeptiertes und vollwertiges Mitglied dieses primitiven Volkes zu werden. Im Laufe dieses Prozesses bemerkt er jedoch, das er sich in diese noch intakte Welt, in der die Lebewesen zusammen im Einklang leben, verliebt hat. Ihm und dem Zuschauer wird nun die Schitsofrenie dieses Zustands bewusst, diese so wunderbare und perfekte Welt zu lieben und doch gleichzeitig die größte Bedrohung dieser empfindlichen Umgebung zu sein. Diese Tatsache ist jedem Menschen auch in unserer Welt im Grunde bewusst, doch man ist in seiner Rolle ähnlich wie der Filmavatar gefangen.

© 2009 Twentieth Century Fox
© 2009 Twentieth Century Fox

Im nun stattfindenden Krieg, zwischen den Na’vi und den Menschen, welche wieder einmal von Geld, Profit und Herrschaft getrieben, eine Rasse oder einen Gegenspieler zum Feind macht, um einen Grund zu haben, sich das zu holen was man sonst nicht bekommen hätte – Rohstoffe – ist der Mensch wieder kurz davor ein Ökosystem zu zerstören und seine unerbittliche Grausamkeit und Engstirnigkeit unter Beweis zu stellen.

Die Ureinwohner bekämpfen die gewaltsamen Eindringlinge mit all ihren Mitteln, sind jedoch hoffnungslos unterlegen und müssen tiefgreifende Verluste erleiden. Eine höhere Macht, der Planet, die Macht und Mutter, an die die Na’vi glauben, mischt sich im Film in diesen Kampf ein und alle Lebewesen dieses Planeten kämpfen zusammen um ihr Überleben. Dies ist leider nur im Film so…

In dem Film „Avatar“ wird die Menschheit in die Schranken gewiesen. Leider lässt sich dies nicht auf unseren Planeten übertragen, denn offen gestanden, „der Natur ist es egal ob wir sie zerstören“, nur wir werden irgendwann mit vollem Bewusstsein darunter leiden. Auf ein Happy-End ist in der realen Welt wohl kaum zu hoffen…

Ich möchte hier nun keine scheinheiligen Texte tippen, sondern nur mal wieder zum Nachdenken über dieses Thema anregen! Mir wurde wieder einmal bei vollem Bewusstsein klar, das auch wir Rädchen in dieser gewaltigen Maschinerie sind, die diesen Planeten aussaugt und sich nimmt was ihr nicht zusteht. Das bewusste Leben könnte vieles verhindern und könnte helfen… Kein Gott, oder wie die „Über-Ich´s“ alle heisen, übernimmt die Verantwortung für das was getan wurde und weiter getan wird, sondern wir.

Somit entlasse ich den intressierten Leser mit diesen Worten und hoffe diesen Film und seine „Mission“ auf meine Art unterstützt zu haben. Ich empfehle wirklich diesen Film anzusehen. Im 3D Kino ist er einfach bombastisch. Die Darstellung des Planeten Pandora mit seiner ausserirdischen und doch so bekannten Flora und Fauna ist dermaßen authentisch und real gemacht, das es einem den Atem raupt…. Genial!

So far, so good… SickSight.

Tip: Hier gibt es ein Wallpaper Paket zu James Cameron´s „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ in guter Qualität zum Download.

Sichere Geschlechtsbestimmung von Skolopendern

Lange Zeit habe ich hier nichts mehr geschrieben und schon sehr lange nichts mehr über meine Tiere. Doch vor einigen Tagen gab es einen revolutionären Durchbruch im Hobby der Skolopender-Haltung, die eigentlich wesentlich mehr Aufmerksamkeit verdient hat, als sie vielleicht alleine über das Fachforum Scolopendra.eu bekommt.

Bisher war es unmöglich einen Skolopender sicher geschlechtlich zu bestimmen. Es gibt bei den Tieren keinen sekundären Geschlechtsdimorphismus. Zugegeben, einige Ausnahmen wie Scolopendra morsitans bestätigen diese Regel, aber die Skolopender, bei denen man auf Grund der Schleppbeine das Geschlecht bestimmen kann, lassen sich an einer Hand abzählen und haben oftmals keine Relevanz für die Terrarienhaltung.
Trotz dieses vermeindlich bekannten Faktes kam immer wieder die Frage auf, wie man die Tiere sicher bestimmen und verpaaren kann. Bisher war die einzige Antwort: Schmeiß sie zusammen und hoff das beste! Mit etwas Erfahrung konnte man auf Grund der Proportionen in Etwa einschätzen, ob man zwei unterschiedliche Geschlechter hat, doch sicher konnte man nie sein. Zumal es wohl den meisten Haltern an Praxiserfahrung mangelt.

Nun haben René S. und Turgut Kocer eine Methode entwickelt, die es sicher und relativ einfach erlaubt, das Geschlecht eines Skolopenders auf Basis der primären Geschlechtsorgane zu bestimmen. Man braucht nur einen Soda-Streamer, eine Lupe/Kamera und ein gutes Auge. Doch Details will ich nicht vorweg nehmen, dafür gibt es den entsprechenden Beitrag im Skolopender-Forum! Viel Spaß beim Ausprobieren, hoffen wir demnächst auf ordentlich Nachzuchten!

Neuzugang 2.4 Aulacobolus spec. Vietnam (neu: Tonkinbolus dollfusi)

Seit heute sind wir stolze Halter von zwei männlichen und vier weiblichen Aulacobolus spec. Vietnam ( Die neue Namensgebung ist eigendlich Tonkinbolus dollfusi anstatt Aulacobolus spec. Vietnam. Die Tiere sind aber noch weitläufig über den alten Namen bekannt ). Das sind farbenprächtige „groß werdende“ Tausendfüsser aus Vietnam.

Wir haben uns diese Tiere, als Bodenaufräumer im zukünftigen Schönnatterterrarium angeschafft.

Interessant an den Tieren ist auf jeden Fall, die Farbe und die Größe. Ich fand schon immer als Kind die Tausendfüsser in unseren Landen sehr interessant und fragte immer: „Wie können die so viele Beine bewegen?“ :D Die A. spec. Vietnam sollen angeblich 8-10cm groß werden, sind nachtaktiv und bekommen erstmal Moos, Laub, altes morsches Holz, Sepiaschale, Golliwog und ein wenig Obst ins Terra.

An dieser Stelle ein paar Bilder, kurz nach dem Einsetzen ins Übergangsterrarium. Wir wollen die Tiere erstmal kennen lernen und eventuell warten, bis sie ein bischen größer sind.

An alle interessierten, hier gehts zur Gruppe millipedes auf terrafans.com. Mitlerweile halte ich die Tiere nicht mehr, sondern Steffi.